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Clicks and Stones

Neuer Name, bewährter Inhalt: Meine Seite ist nun unter dem Namen „Clicks and Stones“ bzw. http://www.clicks-and-stones.de online. Der Name deutet – als Ableitung von „sticks and stones“ – auf meine beiden Hobbys hin, die IT und das Curling. Ja, es ist nach „phabi98“, „producers“, „planet-risa“, „patrickholz“, „distinguish“, „twozero“, „pytheway“ und „datensport“ schon meine neunte Domain. Aber sie gefällt mir so gut, dass es ja vielleicht mal die endgültige sein könnte. 😉

Der Zoo wächst: Willkommen, Lotta und Max!

Wie sagte die Lieblingstochter doch kürzlich zu ihrem Lehrer: „Nein, ich habe keine Geschwister. Und ich bekomm auch keine. Aber dafür haben wir zuhause einen Zoo.“ Ja, über einen Mangel an Haustieren kann sie sich nicht beschweren. Und eigentlich waren wir uns einig, dass es allmählich mal genug ist. Wobei – mit dem einen oder anderen Tier liebäugel ich ja ständig…

Dann ergab sich die Möglichkeit, unsere inzwischen etwas einsamen Geckos in eine größere Gruppe zu integrieren, sodass wir uns entschieden sie abzugeben. Nun war der Platz, an dem das Terrarium stand, ja quasi sträflich leer. Bei einem Besuch im Aquatop in Würselen war es dann unvermeidlich, sich auch mal in der Terraristik-Abteilung genauer umzuschauen. Meine Aufmerksamkeit wurde sehr schnell auf eine kleine, grüne Schlange gelenkt, eine Grasnatter. Gleich daneben befand sich eine gebänderte schwarzgrüne Schlange, eine Strumpfbandnatter. Beide Arten gefielen mir sehr gut und passten auch von der zu erwartenden Endgröße und ihren Bedürfnissen in meinen Plan. Mit einer Ausnahme: Nach etwa 7 Jahren Geckohaltung wollte ich keine Lebendfutterbeschaffung mehr sicherstellen müssen, denn das ist für halbwegs ländlich lebende Menschen ein Graus. Damit fiel die Wahl zugunsten der Strumpfbandnatter.

Weitere Recherchen ergaben, dass man die Tiere nicht im Zoohandel, sondern besser bei einem privaten Züchter erwerben sollte. Ich beschaffte mir etwas Literatur (sehr zu empfehlen: Martin Hallmen und Jürgen Chlebowy, „Strumpfbandnattern“, Natur+Tier-Verlag) und lernte viel dazu. So wollte ich dann auch kein fix und fertiges Terrarium kaufen, sondern selbst eines zusammenstellen. Geplant wurde ein Holzterrarium, basierend auf OSB-Platten, mit einer Glasfront und einer Seitenbelüftung. Die erforderlichen Platten wurden im Netz bestellt, die Glasfront bereits vorgefertigt (ich wollte bei der Einschätzung meines handwerklichen Geschicks ja realistisch bleiben). Die Maße des fertigen Terrariums betrugen 100 * 50 * 50.

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Weiter ging es mit dem Bodengrund. Sowohl Forenbeiträge als auch Fachliteratur widersprechen sich hier wirklich herzallerliebst. Eigentlich kann man nur alles falsch machen. Von Küchenkrepp über Sand, Kleinttierstreu, Buchenspäne, Rindenmulch und vieles mehr könnte ich inzwischen ewig über angebliche Vor- und Nachteile referieren. Gewählt habe ich schließlich Pinienrinde, Körnung 25 mm. Die Basis für die Dekoration bildeten Äste, Kokosnusshöhlen, Steinhöhlen, künstliche und echte Pflanzen (Tillandsien).

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Den letzten Pfiff jedoch erhielt die Gestaltung durch das Hinzufügen von großen Stücken Baumrinde, die ich durch eine zufällig mit mir verwandte Floristin reichlich erhielt. Später sollten mir zudem die Schlangen dies danken und beide Rindenstücke zu ihren Lieblingsplätzen erklären.

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Nun war ich fast fertig. Dachte ich. Die größte Herausforderung war jedoch nun die Auswahl und Installation der Licht- und Wärmetechnik. Hier galt noch viel schlimmer als beim Bodengrund: Man kann es nur falsch machen. Wenn man versucht, durch das Lesen von Forenbeiträgen das Optimum zu ermitteln, wird einem irgendwann klar, dass man seine Schlangen auf jeden Fall auf die eine oder andere Weise grausam misshandeln oder töten wird. Energiesparlampe? Zu kalt, die Schlange wird krank werden und sterben. Heizmatte? Nur für Glasterrarien. Heizstein? Das Terrarium wird abfackeln, ist außerdem unnatürlich. Heizlampe ohne Schutzkorb? Die Schlange wird sich daran verbrennen und verstümmeln. Heizlampe mit Schutzkorb? Die Schlange wird in den Schutzkorb kriechen und gegrillt. UV-Licht? Brauchen Strumpfbandnattern nicht. UV-Licht? Brauchen Strumpfbandnattern unbedingt.

Es blieb nur, nochmal mit gesundem Menschenverstand ganz neu an die Sache heranzugehen. Die Grundbeleuchtung realisierte ich schonmal über eine 15-W-Leuchtstoffröhre in einer Unterbauleuchte. Sie wird durch die obere Holzleiste in der Front verdeckt und leuchtet so ausschließlich nach innen. Das Kabel führte ich durch einen stabilen Kabelkanal an den linken Rand des Terrariums und dort durch eine passgenaue Bohrung hinaus.

Blieb die Heizlampe. Ich musste gestehen, dass die im Zoohandel erhältlichen Schutzkörbe viel zu weitmaschig waren, vor allem für junge Schlangen. Liebe Tierzubehör-Firmen: Da ist ne echte Marktlücke! Also kaufte ich erstmal eine Fassung. Statt einer 08/15-Keramikfassung nahm ich die „JBL TempSet basic“ (soviel Werbung muss mal sein), da sie sich viel leichter anbringen lässt. Nun probierte ich verschiedene Birnen aus, u.a. eine Energiesparlampe mit 13 Watt (in der Tat zu kalt und kein schönes Licht), verschiedene Kugellampen (schon nicht schlecht, aber unfokussiert) und einen 40-Watt-Strahler (je nach Tageszeit zu heiß und zu hell).

Meine Wahl fiel schließlich auf einen 28-Watt-Reflektorstrahler. Er erzeugte in der richtigen Entfernung die angepeilten Wärmeplätze um die 30 Grad und strahlte ein schönes warmes Licht als Kontrast zur Leuchtstoffröhre ab. Doch auch dieser wurde bei direkter Berührung zu heiß und stellte eine Gefahrenquelle dar. Der Zufall spielte mir schließlich die Lösung in die Hände. Beim Ausräumen der Spülmaschine entdeckte ich den absolut perfekten Schutzkorb in genau der richtigen Größe: Ein Spargelsieb!

Kurze telefonische Rückfrage bei der Frau des Hauses: „Kann ich das haben?“ – „Nein!“ – „Oh. Hmm, hab’s schon eingebaut.“ Genauer gesagt hatte ich es mit zwei Holzstücken als Halterung versehen, über die Lampe gestülpt und die Holzstücke am Terrarium festgeschraubt. Und man muss festhalten: Das passt wie A… auf Eimer!

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Wie man zudem sehen kann, habe ich das Terrarium weiter abgedichtet. Strumpfbandnattern gelten als extreme Ausbruchskünstler. Die Glasscheiben wurden durch ein Schloss und einen abdichtenden Pappstreifen gesichert. Kabelführungen wurden mit Silikon abgedichtet. Eine große Keramikschale zum Baden, eine kleine als Fressnapf, ein Thermometer und eine weitere kleine Plattform aus Buchenholz vervollständigten das Ganze.

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Die Bewohner konnten kommen! In der Zwischenzeit hatte ich bereits Kontakt zu einer wirklich sehr freundlichen Züchterin aus Aachen aufgenommen und mir ein Pärchen Karierte Strumpfbandnattern (Thamnophis marcianus marcianus) reserviert. Mit der aufgeregten Lieblingstochter im Schlepptau ging es eines Abends endlich auf die Reise, um die Zwerge (3 Monate alt) abzuholen. Die Namen wurden bereits im Voraus ausgehandelt: Lotta und Max.

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Inzwischen kuscheln Lotta und Max in ihrem Terrarium miteinander, fühlen sich offensichtlich wohl und fressen gierig. Zu Futtern gibt es zur Zeit vor allem zerkleinerten Stint, bestäubt mit ein paar Vitaminen (insbesondere Vitamin B1). Später werde ich es auch mal mit Regenwürmern, Nacktschnecken etc. versuchen.

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Alina und ich spielen Kaufladen

Ich: “Guten Tag”
Alina: “Guten Tag, was möchten Sie?”
Ich: “Hmm, es kommen ein paar Freunde zum Essen, was können Sie empfehlen?”
Alina: “Kommt die Oma Ursel auch? Und der Opa Manni? Kommen alle?”
Ich: “Ja, es kommen sehr viele und die haben viel Hunger.”
Alina: “Oh, dann nehmen Sie diesen Joghurt, der ist sehr gut für Leckermäulchen.”
Ich (nach kurzer Lachpause): “Dann nehme ich den. Was kostet der?”
Alina: “3 Euro. Und nehmen Sie das hier dazu.” (gibt mir Ketchup)
Ich: “Oh, Joghurt mit Ketchup, naja. Dann nehm ich lieber noch ein paar Würstchen zum Ketchup.”
Alina: “Ja, Würstchen hab ich leider. Hier. Die kosten auch nix.”
Ich: “Das ist aber sehr nett, sind die heute im Angebot?”
Alina: “Ja, die sind im Angebot. Kosten 4 Euro.”
Ich: “Aha, okay, also 4 Euro. Naja, was bekommen Sie dann insgesamt?”
Alina: “Warte, brauchen Sie noch Eier?”
Ich: “Jetzt wo Sie’s sagen, Eier brauche ich auch unbedingt noch.”
Alina (riecht an den Eiern): “Das hier riecht nicht gut. Das hier auch nicht. Das auch nicht.”
Ich: “Aber warum riechen die denn nicht gut?”
Alina: “Ich glaube, ich glaube, ich glaube, (noch fünf weitere “ich glaube”), ich glaube die sind ein bisschen schwach.”
Ich: “Sie meinen die sind schlecht?”
Alina: “Ja, die sind schlecht. Muss man aufpusten, dann sind die wieder stark.” (fängt an die Eier zu pusten) “So, jetzt sind die nicht mehr schwach, hier bitte.”
Ich: “Danke vielmals, was bekommen Sie denn jetzt?”
Alina: “Oh nix, ich hab genug Geld. Hier bitte, 4 Euro. Aber Du musst die Eier zuhause wieder aufpusten. Danke, tschöööö.”
Ich hätt’s so gerne auf Video gehabt, das Ganze ging noch länger, aber das war alles was ich mir merken konnte. Zum Schießen. 😉

2010 – Wir haben es geseh’n

Erstaunlich, aber wahr: Wir haben wieder ein Jahr rumgekriegt. Und was war das nun für ein Jahr, dieses 2010?

Schon fast in Vergessenheit geraten: Wir sind Grand Prix! Wir sind Lena! 25 Jahre lang habe ich Peter Urban gelauscht, um das mitzuerleben. Und was isser ausgerastet, der Peter! Eigentlich wollte ich ja auch den Autocorso anführen und nackt auf dem Monti tanzen. Aber der Zwerg schlief ja oben.*seufz*

Apropos Zwerg: Ja, ich kann nun endlich bestätigen: Wenn man sich durch die ersten 1-1,5 Jahre geschleppt hat, mutieren Kinder vom Alien zum echten Menschen. Es vergeht kein Tag, an dem sie uns nicht durch ihr aufgedrehtes und fröhliches Wesen zum Lachen bringt. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie nicht auch mal ne kleine Zicke sein kann. Aber das ist alles tausendmal schöner als schlaflose Nächte und unerklärliches Gebrülle. Also Kopf hoch, wer von Euch gerade in dieser Phase steckt! Und wartet mal ab, wenn Euer Kind Euch zum ersten Mal stolz und mit glänzenden Augen auswendig “O Tannenbaum” vorsingt, Ihr werdet sowas von dahinschmelzen…

Natürlich wird das auch im neuen Jahr besonders spannend, wenn die Lieblingstochter dann in den Kindergarten kommt. Ich kann mir das noch gar nicht vorstellen, sie ist doch noch sooo klein. Und wehe, da sind größere Kinder, die sie ärgern! Ich kick auch Vierjährige volley über’n Gartenzaun, wenn’s sein muss!

Nun, ich schweife ab. Viel getan hat sich bei mir in diesem Jahr natürlich auch beruflich. Neue Abteilung, neuer Chef, einige neue Kollegen, neue Arbeitsbereiche, mehr Verantwortung. Kann aber nicht meckern, hat alles bislang ganz gut geklappt. Im nächsten Jahr ziehen wir wohl endlich in unser neues Gebäude um. Spannend wird wohl auch, womit ich künftig zur Arbeit fahre, die Verhandlungen zum Jobticket sind gerade geplatzt. Evtl. beginne ich das neue Jahr also mit einem Autokauf, was mich doch sehr ärgern würde.

Kommen wir zu den negativen Dingen des Jahres. Irgendwie habe ich das Gefühl, seit dem 1.1. erkältet zu sein, das nervt mich schon gewaltig. Am und im Haus ist leider einiges kaputt gegangen (Waschmaschine, Spülmaschine, Fernseher, Heizungssteuerung, Durchlauferhitzer, Jalousien, Sonnendach, Haustür, Vordach), das hätte auch nicht sein müssen. Belastet Konto und Nervenkostüm.

Dann habe ich natürlich auch noch den Hochleistungssport für mich entdeckt und spiele nun regelmäßig Curling. Seit kurzem auch mit eigenem Besen, wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Leider hatten wir immer noch nicht unser erstes Ligaspiel, die ersten drei wurden ins neue Jahr verschoben. Aber dann steht der steilen Karriere bis in die Weltspitze nichts mehr im Wege!

Tja, was ist sonst noch in der Welt passiert!? Viele sind gestorben, u.a. Heidi Kabel, Dennis Hopper, Tony Curtis, Oswalt Kolle und der Herr Aldi. Explodierende Ölplattformen, riesige Erdbeben, zurückgetretene Bundespräsidenten, viel Krieg und Zerstörung – ein rundum gelungenes Jahr sieht anders aus. Aber es gab auch schöne Ereignisse, neben dem o.g. Grand Prix natürlich die Fußball-WM oder auch Olympia in Vancouver, mein ehemals großes Ziel, welches ich dann zugunsten anderer aufgegeben hatte. Auch schon wieder fast in Vergessenheit geraten: Die Sensation im Vatikan, der Papst lockert das Kondomverbot. Es besteht also noch Hoffnung für Reformen und Modernisierung der Kirche.

Apropos Besinnung und Spiritualität: Schützenfest war super! 🙂 Genau genommen die Hälfte des Schützenfestes, an der ich teilgenommen habe, da ich ja mal wieder krank war. Highlight war natürlich die Einweihung des neuen Gierather Wahrzeichens, unserer mobilen Theke. Ausgestattet mit zwei Kühlschränken, Stromgenerator, Zapfanlage, Spüle, Licht und Sound zogen die Dachse durch das Dorf und zogen stets neidische Blicke auf sich. Zurecht. Die Schützenfesttage selbst wurden leider vom schlechten Wetter überschattet. Das hinderte die Dachse aber natürlich nicht daran, im Zelt amtlich abzugehen und nackt im Pool zu landen.

Auch die Moseltour dürfte in bleibender Erinnerung bleiben, alle Details dazu habe ich ja schon gebloggt. Und schließlich wurde das Partyjahr durch zwei denkwürdige Weihnachtsfeiern abgerundet, einmal mit den Fußballmädels und einmal natürlich mit dem Schützenverein, mit dem wir in der Sportschule Wedau ein grandioses Wochenende erleben durften. Nicht zu vergessen ein wichtiges Detail: Ich trinke seit neuestem wieder Altbier! Lecker. Aber meine Frau verzweifelt dran. Hehe.

Kommen wir abschließend noch zu einem Rückblick auf die IT-Welt 2010. Wird vermutlich nicht alle interessieren, aber es gehört nunmal dazu. Wikileaks, JMStV, Vorratsdatenspeicherung und Co. waren ja auch Top-Themen in den Nachrichten. Oracle übernahm Sun und damit MySQL, damit war die Neuausrichtung unserer Datenbank-Strukturen mein Hauptthema 2010, was erfreulicherweise alles recht glatt lief. Endlich haben wir alle RHEL-3-Maschinen auf RHEL 5 migriert, schon steht RHEL 6 vor der Tür. Es wird also auch im OS-Umfeld nicht langweilig. Social Media wird auch im Unternehmensumfeld immer wichtiger, an Facebook, Twitter und Co. kommt auf Dauer niemand vorbei. Auch hier gibt es Verlierer, so ist StudiVZ ja fast schon wieder out.

In diesem Sinne: Schaut öfter mal auf http://www.distinguish.de oder http://twitter.com/Holyfive vorbei und lest, was ich so treibe. Ich wünsche Euch nun ein wunderbares Weihnachtsfest, viele Geschenke, einen guten Rutsch, leckeres Bier und macht vor allem ganz ganz viel Liebe.