ESC-Halbfinale 2011 – Liveblog Teil II

Der erste Schluck gut gekühlten Schlösser Alts hat soeben sein Ziel gefunden. Auf geht’s zum zweiten Halbfinale. Erste Überraschung: Pro7 verzichtet auf die Ausstrahlung, das Ganze heute in der ARD. Merkt man auch an den Gästen: Lys Assia statt Sonya Kraus. Und ESC-Legende Johnny Logan schämt sich erstmal fleißig für den irischen Beitrag.

Oh, und heute darf et Judith auch mal auf Französisch. Warum hat der Raab denn keinen roten Anzug an? Das wäre doch mal perfektes Schwarz-Rot-Gold!

Bosnien schickt also seinen Megastar. Ich kenne ihn jetzt nicht persönlich. Hat ein paar nette Mädels, einen hoppelnden Nerd und einen Balalaika zupfenden Kiffer dabei. Kein schlechter Anfang, hätte eine etwas bessere Bühnenshow verdient gehabt.

Die Schluchtenscheißer sind dran. Offenbar singt Aeon Flux für die. Das ist jetzt ein bisschen unfair finde ich. Das Mädel hat ne gute Stimme, der Song plätschert aber ein bisschen dahin. Geht da noch was? Nee, offenbar nicht, etwas schade.

Okay, was für mich Aeon Flux, ist für Herrn Urban eher der Cleopatra. Passt auch. 🙂

Der Holländer heißt nicht wirklich “Quakmann”, oder? Ich brech ab… Das toppt eindeutig “Paradise Oscar” vom Dienstag. Und das war ein Künstlername! Oh, ich muss ja auch auf das Lied hören. Nach den ersten Takten schonmal ein Quantensprung zu “Shalali shalala” vom letzten Jahr. Aber nun ja, auch nicht der absolute Renner.

Bisher dreimal saubere Mittelklasse. Mal gucken was “Witloof Bay” aus Belgien können. Nicht viel. War “Witloof” nicht ein Gemüse? Passt. Ist eher was für Veganer, denen Stromgitarren suspekt sind. Oh, Herr Urban fand’s Weltklasse. Das ist mir wiederum suspekt.

Hallo, Fräuleins Slowakei. Ihr seid mir verdammt sympathisch. Musik solala, aber wooooaaahhh…

Die Ukraine versucht mit anderen Kunstformen von der miesen Mucke abzulenken. Das war nix.

Hat der Urban gerade gesagt, dass Moldawien etwas a la Red Hot Chilli Peppers schickt? Himmel hilf, kann dem bitte mal einer eine CD von denen schenken? Das ist ja schlimm! Stellt Euch mal vor, die sieben Zwerge verirren sich zum Grand Prix, lassen sich vorab gepflegt volllaufen und kleben Schneewittchen auf ein Einrad. Dann habt Ihr einen ungefähren Eindruck…

Es folgt ein schwedisches Unterhosenmodel. Leider männlich und mit einer Nummer, mit der sich schon Caught In The Act vor 15 Jahren redlich meine Ablehnung verdiente. Sogar meine Tochter fing kurzzeitig im Bettchen an zu heulen. Ich bin stolz auf sie.

Hat Zypern jemals eine Nummer zum Grand Prix geschickt, die nicht vor Melancholie triefte? Muss echt ne Scheißstimmung sein auf dem Riff. Habe jedenfalls bereits nach 10 Sekunden wieder an die Slowakinnen gedacht.

Würden die Bulgarinnen Englisch singen, würde es sich vermutlich deutlich besser anhören. Bulgarisch scheint sich nicht gerade für Lyrik zu eignen. Ansonsten endlich mal was anderes, ganz brauchbar.

Mazedonien singt also über Vodka. Es leben die Präjudizien! Und der mit dem Akkordeon hatte offenbar auch schon reichlich. Musik mal wieder mieser Balkan-Pop, nix für’s Finale.

Jungs, bevor Ihr Euch in die Israelin verguckt, nicht vergessen: Die war mal ein Kerl. Aber wen’s nicht stört… Musikalisch muss man Dana jedenfalls lassen, dass es auch diesmal für ganz oben reichen könnte.

Die Slowenin ist auch nicht zu verachten (merke: Slowenien zwei Brüste, Slowakei vier Brüste). Und hat ne echt gute Stimme. Der Song ging dabei etwas unter. Insgesamt ist das noch sehr sehr steigerungsfähig. Aber offenbar nicht durch Rumänien. Meine Güte, mit dem Lied hätte man schon Ende der 80er gedacht “och nee, nicht schon wieder sowas”.

Estland mit einer Mischung aus Katy Perry, Hannah Montana und Skipper. Leider liegt die Zielgruppe schon seit einiger Zeit in der Heia.

Es folgt weißrussische Propaganda. Musikalisch allerdings finde ich das überraschend gut. Sogar richtig gut. Da bin ich ja mal auf das Voting gespannt.

Lettland schafft es, ein Lied mit einer einzigen durchgängigen Rhythmusfolge und drei Tönen abzuliefern. Völlig indiskutabel.

Der dänische Frisör ist eindeutig Billy-Idol-Fan. Die Jungs sehen so aus als wenn sie jeden Moment feinsten Punk Rock abliefern, da passt das Lied so gar nicht zur Optik. Klingt eher wie ein Cover eines alten “Wind”-Schlagers. Was für den ESC bekanntlich nicht schlecht sein muss.

Oh, und jetzt weiß ich auch, warum sich Johnny Logan so herrlich fremdschämen musste. Die Iren kommen. Ich hatte zumindest auf eine Erasure-Kopie gehofft, aber das hat eher was von “Sin with Sebastian”. Und das Ganze dann in Starlight-Express-Kostümen. Hoffentlich fahren die direkt aufs Abstellgleis.

Mein Tipp für’s Weiterkommen: Bosnien, Österreich, Slowakei, Schweden (der mobilisiert zu viele Teenie-Mädels), Bulgarien, Israel, Slowenien, Weißrussland, Dänemark.

Zwei Ritalin-Infusionen bitte umgehend in die irische Box. Und einen Käfig.

Ach herrje, Raab kann nicht von 10 rückwärts zählen. “Seven, five…” Naja, dafür die Engländer noch im Vorbeigehen daran erinnert, dass sie keine Elfmeter schießen können. Bäm! 🙂 Auch sehr schön: “Lines are closed, rien ne va plus, Ende Gelände”.

Lenaaaaaaa

Okay, jetzt geht’s los. Hannah Montana aus Estland ist dabei! Um Gottes Willen, Rumänien, Moldawien und Irland dabei, was ist denn da los????

Wow, mit Bosnien und Dänemark endlich mal meine Tipps vertreten. Und Aeon Flux auch. Ach herrje, Ukraine ist dabei. Slowenien hat’s geschafft, okay. Aber damit kann maximal einer meiner Favoriten dabei sein. Und nein, es ist Schweden!

Oje, das ging aber völlig daneben, finde ich. Israel, Weißrussland und Bulgarien raus. Und lassen wir mal die Musik beiseite: Die Zwillinge aus der Slowakei, SEID IHR IRRE???

Pah, dann gewinnt Lena eben haushoch. Okay, das Halbfinale vorgestern war mir deutlich sympathischer, freue mich trotzdem riesig auf Samstag. Bis dahin!

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